Waddens 2015

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Kindergarten
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Diese Homepage befindet sich im Aufbau   /   Letzte Aktualisierung 6.01.2019

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Der Garten Eden war in den Köpfen einiger Initiatoren schon lange ein Thema. Er ist in der Ortsmitte von Waddens entstanden und zum wirklichen Dorfmittelpunkt geworden.

Es lag nahe, ein Stückchen Erde für den Kindergarten und seine kleinen Besucher abzuzweigen. Der Kindergarten ist im ehemaligen Stallgebäude der Pastorei zu Hause, also in unmittelbarer Nähe zum Garten Eden.

Im Gespräch mit Susanne Hübler, die die Ansprechpartnerin für den Garten Eden war und ist, und den Erzieherinnen kristallisierte sich positive Resonanz heraus.

Herausgekommen ist dabei eine Fläche von ca. 24 qm, die mit Gemüse bepflanzt wird. Bevorzugt werden Gemüsesorten, die die Kinder roh essen können, z. B. Kohlrabi, Erbsen, Radieschen. Haben wir nicht alle Erinnerungen an unsere Kinder- und Jugendzeit, als wir z. B. Erbsen direkt geerntet und aufgegessen haben – und das mit Schale. Es sollen aber auch Kartoffeln dort wachsen,
die dann später z. B. als Pellkartoffeln mit Quark auf den Kindergartentisch kommen können. Dann kamen noch ein paar Beerensträucher hinzu, von denen die Kinder im Vorbeigehen naschen können.

Nun war aber erst einmal die besagte Fläche festzulegen und für das Bepflanzen herzurichten. Zusammen mit Susanne Hübler wurde der „richtige“ Platz ausgewählt. Zu bedenken war, dass im Pastoreigarten seit vielen Jahren alter Baumbestand seinen Platz hat. Außerdem waren die Lichtverhältnisse zu bedenken – schließlich brauchen die allermeisten Pflanzen Licht sprich Sonne.
Dann war die Grasnarbe zu entfernen. Das geschah an einem Wochenende unter tatkräftiger Hilfe der Familie Hübler.
Stefan Bruns hatte schon vorher mit Opa`s Trecker eine Fuhre Pferdemist, der mit Stroh durchsetzt war, angeliefert.

Dieses Gemisch wurde auf der neu geschaffenen Fläche verteilt. So konnte Rainer Stoffers mit seiner Fräse aktiv werden. 
Er hat die Fläche gefräst und aufgelockert. Inzwischen war von der Firma Boekhoff, Nordenham, kostenlos einjähriger Kompost gebracht worden. Dann hat sich eine Gruppe von Eltern der Kindergartenkinder ans Werk gemacht und Erde auf der neu bearbeiteten Fläche verteilt.

Am 30.04.2010 war es so weit. Zusammen mit der Kindergartengruppe „die schlauen Füchse“ wurden die ersten Kartoffeln und Erbsen gepflanzt. Dabei wurde auch besprochen, was mit den Kartoffeln in der Erde geschieht.

Zu erwähnen ist, dass der Pastoreigarten in der Nachkriegszeit über viele Jahre als sog. „Gartenland“ genutzt wurde.
Das bedeutete damals, dass Dorfbewohner – so auch aus den Ostgebieten geflüchtete – ihren Acker dort hatten und bewirtschafteten. Die Erzeugnisse dienten nicht nur dem Unterhalt der eigenen Familie. Oft wurde auch ein Schwein davon gefüttert, das dann den Fleischbedarf mit deckte. Insofern bewegen wir uns mit unserem Gedanken nicht auf Neuland sondern auf „Gartenland“ wie früher.

Grundgedanke dieses Projektes war und ist, das Interesse der Kinder für die Natur zu wecken, insbesondere auch dafür, dass unsere Lebensmittel, die wir in Dosen in den Regalen von Supermärkten vorfinden, einen langen Weg hinter sich haben.
Darüber hinaus wachsen viele Pflanzen, die uns als Lebensmittel dienen, auch in unserer Region. Und – was wichtig ist – sie schmecken auch gut, vielleicht sogar besser als  die Dosenprodukte.

In den Jahren 2010 bis 2013 wurde der Kindergartenacker von Christa Tahden betreut und seit 2014 von Fredo Grimm. Der Garten Eden und damit unser kleiner Acker sind zu einem wirklichen Ort der Harmonie und des Wohlbefindens geworden.

Kinderacker